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Indigo nochmal

Chemie FragenIndigo nochmal
Isabelle fragte vor 11 Monaten
Könntest du mir Frage 1 und 2 etwas ausführlicher erklären ?

1 Antworten
Oliver antwortete vor 11 Monaten

Die Küpenfärbung ist eine besondere Art der Entwicklungsfärbung. Küpenfarbstoffe, deren wichtigster Vertreter Indigo ist, sind wasserunlöslich und können daher nicht direkt auf die Fasern aufgebracht werden. Man überführt sie daher zunächst mit einem Reduktionsmittel, z. B. Natriumdithionit , in eine wasserlösliche Form. Da die reduzierte Form meist nicht mehr farbig ist, wird sie Leukoform (von griech. leukos = weiß) genannt.

 

Bild

 

Mit der Lösung kann wie bei einer Direktfärbung weiterverfahren werden. Während der Trocknung des Färbeguts wird die Leukoform des Farbstoffes durch den Luftsauerstoff wieder oxidiert und erhält seine Farbigkeit zurück. Dieser Vorgang lässt sich natürlich durch die Behandlung mit Oxidationsmitteln beschleunigen. Da sie nicht wasserlöslich sind, besitzen diese Farbstoffe eine höhere Waschechtheit als die oben genannten Direktfarbstoffe. Trotzdem bleichen indigogefärbte Stoffe mit der Zeit aus, weil der Farbstoff nur aufgrund von van-der-Waals-Wechselwirkungen und Wasserstoffbrückenbindungen an der Faser haftet und sich durch mechanische Belastung von ihr löst.